Hirtenwort gibt Erklärung: größere Einheiten sollen bei Raumplanung der Diözese zusammenwachsen

Augsburg In der Diözese Augsburg herrscht viel Tumult. Ausgelöst wurde dies durch Interpretationen der vorgesehenen Raumplanung und Pfarreienzusammenlegung im Diözesangebiet. Bischof Konrad Zdarsa geht inzwischen davon aus, dass dies sehr stark auf Missverständnisse beruhe. Daher legt er in einem Interview mit der diözesanen Kirchenzeitung noch einmal dar, wie man sein Hirtenwort nun genau verstehen müsste.
Ausgelöst wurden die Irritationen nach Auffassung Zdarsas durch Indiskretion im Gremium, die zu Vorabveröffentlichungen führten. Denn sei Ziel sei es keineswegs, Gemeinden technisch zusammen zu führen, sondern vielmehr darum, dass diese zu Einheiten zusammen wachsen würden, freiwillig, so der Augsburger Oberhirte, der bekräftigte, sehr wohl zu wissen, dass dies Zeit brauchen würde und lokale Besonderheiten in jedem Falle erhalten bleiben sollten.
Das vielfach zitierte Hauptproblem des „zentralen Eucharistiefeierortes“ werde jedoch speziell in bereits bestehenden Pfarreiengemeinschaften bereits praktiziert – mit Erfolg. Denn dies beschere den Gläubigen Verlässlichkeit darüber, wann am Sonntag in der eigenen Pfarrei in einer bestimmten Kirche Gottesdienst sei. Ergänzend dazu, so Zdarsa, könnten selbstverständlich an diesem Tag auch in den anderen Orten Gottesdienst stattfinden. Allerdings sei ihm, Zdarsa, eben auch eine entsprechende Vision im Auge. Eben der, dass man gemeinsam bestimmte Feierlichkeiten wie Fronleichnam, Ostern oder bestimmten Wallfahrten gemeinsam angehen könnte. Klar sei dagegen für den Bischof, dass eine Wortgottesdienstfeier kein Ersatz für eine Eucharistiefeier sein könne, allenfalls eine Ergänzung. Und die sei eben nicht das Zentrum des christlich-katholischen Glaubens.
Um den rückläufigen Zahlen bzgl. Kirchenbesuchen entgegen zu treten müssten die Menschen aus der Eucharistie leben würden. Sie sei die Quelle des Glaubens, die nicht versiegen dürfte, so der Augsburger Bischof.

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