In der Verfolgung gab es Silber für Magdalena Neuner nach zwei knappen Fehlern im Schießen

Ruhpolding Bei Magdalena Neuners erstem Liegendschießen machte es einfach nur „klack, klack, klack, klack, klack“. Die Wallgauerin legte ein flottes Tempo vor und verfehlte dabei kein Ziel. Die Fans auf der Tribüne kommentierten jeden Treffer mit einem lautstarken Jubel. Bei Teamkollegin Tina Bachmann konnten die Fans gleich weiter jubeln, denn auch die Thüringerin blieb fehlerfrei und konnte sich nach dem ersten Schießen etwas weiter nach vorne schieben. Fehlerfrei blieb auch die zweite Thüringerin – die erfahrene Andrea Henkel sowie Franziska Hildebrand und die 21 Jahre alte Miriam Gössner, für die es in Ruhpolding als Oberbayerin ebenfalls eine absolute Heim-Weltmeisterschaft ist. Daria Dombratchewa – die ärgste Verfolgerin von Magdalena Neuner – sorgte in der Loipe bereits in der ersten Runde für Speed, machte zwischen den Schießen einiges ihres Rückstandes wett.
Beim zweiten Schießen mussten die Fans ein ziehendes „Oh“ hinnehmen – ein Fehler für Neuner bei einem erneut zügigen Schießen. Aber keine Panik: auch die Weißrussin Dombratschewa verfehlte und musste in die 150 Meter lange Strafrunde. Der Vorsprung blieb erneut bei 12 Sekunden. Auch Tina Bachmann blieb erneut fehlerfrei – zehn Schuss im liegenden Anschlag im Ziel und bereits auf Rang 12 im Zwischenklassement (von Rang 22). Ihre Teamkollegin Andrea Henkel (20.)machte es nach – blieb ebenfalls fehlerfrei und auch für sie ging es weiter nach vorne. Die Fans konnten weiterjubel, denn auch Gössner (25.) blieb fehlerfrei, Hildebrand musste einmal in die Strafrunde. Die Weißrussin drückte erneut aufs Tempo in der Loipe, rückte Magdalena Neuner im Laufen gehörig auf den Pelz.
Beim neuerlichen Zieleinlauf wurde Magdalena Neuner und die unmittelbar nach ihr einlaufende Weißrussin vom Publikum begeistert empfangen. Neuner glänzte auch beim Stehendschießen und bleibt fehlerfrei, während die Weißrussin in die Runde musste. Die Fans jubelten, sangen und klatschten begeistert. Auch die nächsten Konkurrentinnen Neuners patzten und die Wallgauerin konnte ihren Vorsprung auf über 30 Sekunden vor Dombratschewa ausbauen. Auch Tina Bachmann patzte im dritten Schießen und lief 150 zusätzliche Meter. Trotzdem konnte sie sich auf Rang zehn verbessern. Andrea Henkel machte es am Schießstand besser, blieb fehlerfrei und ist 15. im Zwischenklassement. Miriam Gössner dagegen patzte im Stehend-Anschlag und musste zweimal in die Strafrunde. Das dritte Schießen brachte Magdalena Neuner einem möglichen 12. WM-Titel – dem zweiten in Ruhpolding – deutlich näher, um sich erneut von über 10.000 Zuschauern und begeisterten Biathlon-Fans im Championspark feiern zu lassen. Vielleicht war es die Siegerehrung nach dem Sprintrennen, die Magdalena Neuner noch lockerer werden ließ, die Stimmung die sie dort aufsaugte.
Nach etwa 23 Minuten 30 lief Neuner das letzte Mal in den Schießstand ein. Die Ferngläser wurden gezückt. Und Neuner beginnt mit zwei Fehlern. Die Wallgauerin muss zweimal in die Runde. Dombratschewa beginnt ihr Schießen, bleibt fehlerfrei und geht etwa gleichauf mit Magdalena Neuner auf die Schlussrunde. Die Weltmeisterin im Sprint hat einen Rückstand von 13 Sekunden auf die Weißrussin – damit scheint die Entscheidung zu Ungunsten Neuners gefallen. Silber ist ihr aber bereits zu diesem Zeitpunkt sicher. Bronze scheint Olga Vilukhina aus Russland gewinnen zu können, die bereits eine knappe Minute Rückstand auf die Führende hat.
Für Tina Bachmann ging es noch darum, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Die Thüringerin machte dort noch zwei Fehler. Andrea henkel dagegen blieb erneut noch einmal fehlerfrei. Die beiden konnten sich vom Start weg sukzessive verbessern – Bachmann wurde am Ende …, Henkel …, Franziska Hildebrand … und Miriam Gössner …

Ramona Schittenhelm

journalist for print and online subjects

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.