Bahnprojekt kommt die Gemeinde Baar-Ebenhausen günstiger – Spielraum für Investitionen – Treffpunkt Regional

Baar-Ebenhausen 3 Stunden Bürgerversammlung, 200 Besucher und Bürgermeister Ludwig Wayand (CSU) konnte seinen Mitbürgern positive Zahlen vermelden. In Baar-Ebenhausen (Landkreis Pfaffenhofen) sei man auf  dem richtigen Weg, einem Weg der zukunftsführend sei, leitete das Gemeindeoberhaupt die Bürgerversammlung am heutigen Abend ein. Beim Rück- und Ausblick auf die Finanzsituation stellte Wayand dar, dass die Gemeinde eigentlich ganz gut durch die Krise gekommen sei und durch umsichtige Planungen und zielführende Investitionen zum richtigen Zeitpunkt auch mittelfristig in eine gute Zukunft kommen würde.

Kinder, Senioren und Bauplatz-Schaffung zentrale Themen

Das Thema Kinderkrippe wird in Baar-Ebenhausen gemeinsam mit der katholischen Kirchenstiftung St. Martin angegangen, so dass man neben der bereits in Betrieb befindlichen Kinderkrippe im Gemeindekindergarten ab September 2013 auch im katholischen Kindergarten Platz für die Kleinsten zur Betreuung hätte. Dann stehen im Katholischen Kindergarten 3 Kindergarten- und eine Kinderkrippengruppe und im Gemeindekindergarten 3 Kindergarten und 2 Krippengruppen zur Verfügung. Wayand blickt aber bereits nach vorne. Die Kinder, die jetzt im Kindergarten Betreuung haben benötigen über kurz oder lang auch im Grundschulalter eine Hausaufgaben- und Mittagsbetreuung. D.h. es ist davon auszugehen, dass das, was bereits angeboten wird in Zusammenarbeit mit der Nachbarschaftshilfe noch ausgebaut werden müsse. Hier sei man kontinuierlich am beobachten und auf die Bedürfnisse eingehend.

Ebenfalls die Nachbarschaftshilfe sei es, die den Seniorentreff der Gemeinde konstruktiv unterstütze. Allerdings wolle man von Gemeindeseite in 2012 einen Seniorenbeauftragten installieren um noch zielgerichteter und stärker auf die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung in der Gemeinde eingehen zu können.

Baar-Ebenhausen bei Zuzüglern beliebt

Baar-Ebenhausen hat derzeit zahlreiche Anfragen bzgl. Bauplätzen. Im Zusammenhang mit der Bahntrassenverlegung und dem noch ausstehenden aber für 2012 und 2013 durch die Deutsche Bahn umzusetzenden Lärmschutz ergibt sich für die Gemeinde im Bereich der Auen- und Eschenstraße sowie im Bereich der Kolpingstraße und dem Bahnhofsring einiges an Bauland – teils im Gemeindebesitz, teils in privater Hand. Dieses Gebiet soll zielführend überplant werden und Interessierten dann die Möglichkeit für eine Wohnbebauung geschaffen werden, damit Baar-Ebenhausen von derzeit 5002 Einwohnern weiter langsam und kontinuierlich wachsen könne. Denn die Einkommens- und Gewerbesteuer, die man in 2011 und voraussichtlich auch in 2012 erwirtschaftet hat bzw. wird sind es, die als Stützpfeiler in der Haushalts-Planung angesehen werden konnte. 2011 beispielsweise konnte man etwas mehr an Einnahmen verbuchen, als man in den Schätzungen angenommen hatte, dadurch ist die Gemeinde in der Lage gewesen, fast eine halbe Million Euro als Rücklagen in den Haushalt einzustellen, so dass man nun bei einem Rücklagenstand von 4,1 Millionen Euro ist.

Die brauche man aber auch für die anstehenden Projekte, erklärte Wayand in seinem fundierten Rück- und Ausblick. 2011 konnte man die Urnenwand im Gemeindefriedhof erweitern, einige marode Straßen ausbessern und einige Teile des Bahnprojektes bereits umsetzen. Finanziell ist da die Gemeinde Baar-Ebenhausen dank einiger zäher Verhandlungen und schon vor Jahren getroffener Vereinbarungen finanziell ziemlich gut raus gekommen, zeigte Wayand den Bürgern auf. Das Gesamtprojekt (P+R, Brücken etc.) kostet rund 1,3 Millionen Euro, gut 930 000 Euro bekommt man jedoch über Zuschüsse etc. wieder zurück.

Energie-Thema wird demnächst im Gemeinderat thematisiert

Nun will man sich dem Thema der Energiewende annehmen. Die Machbarkeitsstudie wird derzeit durch Prof. Dr.-Ing Markus Brautsch, tätig an der Hochschule Amberg-Weiden, ausgearbeitet und in der Mai-Sitzung im Gemeinderat vorgestellt. Dabei wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten es im Gemeindebereich gäbe, um seinen Anteil dazu beizutragen, dass die Anteile der erneuerbaren Energie bis 2020 deutlich gesteigert werden können. Biomasse, Wasser, Wind und Photovoltaik wurden angesprochen, wobei die Voraussetzungen für Windkraft in Baar-Ebenhausen aufgrund der Windsituation und der geographischen Situation (nichts hügeliges) sowie die Nähe zum Flughafen Manching derzeit wohl kaum gegeben sind.

Obligatorisch ist in der Bürgerversammlung in Baar-Ebenhausen auch der Abwasserbeseitigungsverband Ingolstadt Süd Thema. Wayand – Verbandsvorsitzender des ABV – sprach  hier kurz die Splitt-Abrechnung und die sich dadurch erhöhenden Kosten im Bereich des Frischwassers an. Dieser liegt zukünftig bei 1,64 statt 0,95 Euro – etwa das Niveau das man auch in Ingolstadt hat. Dies sei jedoch aufgrund der gesetzlichen Vorgaben notwendig geworden, dies getrennt zu berechnen, erklärte Wayand. Der ABV arbeite kostendeckend. D.h. die Kosten, die anfallen für Wasser und Abwasser würden an die Bürger weitergegeben. Die Kostenberechnungen hierzu erfolgen im Abstand von vier Jahren, so dass immer wieder entsprechende Anpassungen (verbrauchsabhängig) nach oben bzw. unten erfolgen würden.

Der Breitbandausbau – beginnend in Ebenhausen-Werk wird im Herbst 2012 beginnen und abzüglich des Zuschusses voraussichtlich 110.000 Euro kosten. Ebenfalls in Ebenhausen-Werk (im Umfeld der Firmen EHL und Asphaltwerke) hatte der Gemeinderat 2011 ein Gewerbegebiet ausgewiesen und die entsprechende öffentliche Beteiligung gestartet. Ziel ist es damit, Gewerbe anzusiedeln und zugleich die mit Altlasten durchsetzte Fläche (u.a. Asbest und Cadmium) so zu bereinigen und in den Griff zu bekommen. Im Bereich Hochwasserschutz schreiten die weiteren Verhandlungen etwas zäher voran. Am 30. April 2012 wird den derzeit betroffenen Anwohnern die Möglichkeit gegeben, sich vor Ort eine ähnliche Begebenheit anzuschauen, wobei die Gemeinde diese Bürger entsprechend anschreiben würde.

Entscheidung über Radweg und Straßenausbau zwischen Pichl und Ebenhausen-Werk hängt am Markt Manching

Die Ausführungen waren entsprechend anschaulich und fundiert, so der Tenor der anwesenden Bürger. Dadurch waren die Anliegen, die man vorbrachte eher kleineren Charakters. Ein markantes Thema war sicherlich die Ortsverbindung zwischen Ebenhausen-Werk und Pichl (Markt Manching), die als zu eng und dadurch gefährlich angesehen wurde. Der schon vor Jahren angesprochene Radweg sei bis dato noch nicht verwirklicht, so einige Bürger. Das Problem, so Bürgermeister Wayand, liege hier jedoch nicht bei der Gemeinde Baar-Ebenhausen sondern an Manching. Wayand hätte im Laufe seiner Amtszeit bereits mehrfach mit seinem Amtskollegen Herbert Nerb Kontakt aufgenommen und sogar angeboten, die Organisation und Planung der Konzeption in die Hand zu nehmen. Allerdings würde es wenig Sinn machen, wenn Baar-Ebenhausen hier auf den ortseigenen Flächen anfangen würde. Denn die seinen lediglich 300-400 Meter – der Rest liegt im Verantwortungsbereich von Manching.

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